Viel gab es vorher nicht zu sehen, außer ein paar Trailern die etwas Gameplay zeigten. So konnte man auf der Gamescom als normaler Besucher noch immer nichts anspielen und wurde auch dort mit einem weiteren Trailer abgespeist.

Dieser gab einige Einblicke in die Online-Welt des Spiels, doch meiner Meinung nach gab es keine großen Veränderungen. Daher habe ich mir das Spiel auch nur aus dem Grund gekauft das ich schon den ersten Teil kannte und kein anderes Spiel aktuell noch infrage kam. Nachdem Watch Dogs 2 jetzt seit gut einem Monat auf dem Markt ist, möchte ich in diesem Review meine Erfahrungen zu dem Spiel zusammentragen und in Vergleich zu dem 1. Teil setzen.

Kampagne

Der größere Teil des Spiels ist mit ziemlicher Sicherheit der Offline/Kampagnen-Modus. Dort spiel man hauptsächlich Marcus der im Spiel auch bekannt als „Retr0“ ist. Neben ihm gibt es noch Wrench, Sitara, Josh und später stößt noch der große Hacker T-Bone hinzu. Diese bilden das Hacker kollektiv „DedSec“. Neben ihnen soll es auch noch weitere Mitglieder geben, die aber keine große Bedeutung bekommen.

Hacker von Dedsec im HQ Hauptquatier
Hacker kollektiv Dedsec im Hauptqautier Quelle: Ubisoft.de

Wie auch im ersten Teil des Spiels geht es darum gegen das Netzwerk CtOs anzugehen. Dieses Netzwerk sammelt sämtliche Daten und verbindet auch verschiedene Regierungsbehörden. Es ist aber daher keineswegs ein Regierungsnetzwerk sondern wird von einem privaten Unternehmen namens „Blume“ betrieben. Dieses Unternehmen gehört Dušan Nemec, welcher mit den Daten natürlich nicht richtig umgeht. Daher versuchen die vier Hacker von DedSec Blume zu erledigen um die Machenschaften zu beenden und wieder ein freiere Welt zu haben. Sie benötigen dazu „Follower“, durch welche sie dann Computer Leistung bekommen. Diese Follower sind Benutzer einer App, die dies ermöglicht.

Die Hacking-Möglichkeiten

hacking watch dogs 2 daten herunterladen
Daten von einer Zielperson herunterladen in Watch Dogs 2 Quelle: Ubisoft.de

Hauptbestandteil der Kampagne ist natürlich auch das Hacken. Dabei gibt es alle Möglichkeiten, wie es sie auch schon in Watch Dogs 1 gab. Dazu kommen noch weitere Möglichkeiten wie zum Beispiel das hacken von Autos, sodass diese vor-, zurück-, nach rechts oder links fahren. Außerdem gibt es jetzt bewegliche Fahrzeuge wie Hebebühnen oder auch später Kräne. Diese Möglichkeit kann mit Skil-Punkten Freigeschaltet werden, welche durch Missionen erworben oder einfach in der Stadt gefunden werden können. Die Punkte können dann im Skill-Baum gegen Fähigkeiten eingetauscht werden, wie die bereits erwähnten Fahrzeuge. Daneben gibt es auch noch weitere Möglichkeiten wie die bereits bekannten „Granaten“ welche aus der ferne gezündet werden oder Ablenkungstaktiken, wie zum Beispiel das klingeln eines Smartphones bei einem Npc.

Missionen

Die Missionen in Watch Dogs 2 sind auch gut gefüllt mit Aufgaben bei denen ich in ein Ziel eindringe und etwas hacken muss. Dabei geht es oftmals darum etwas von einem Rechner herunterzuladen oder Dateien zu löschen. Dazu müssen öfter Zugangscodes von Feinden oder Sicherungskästen freigeschaltet werden. Um das zu machen gibt es in Watch Dogs 2 einen Jumper und eine Drohne, wobei letztere erst im Spiel gekauft werden muss. Mit diesen beiden Fahrzeugen können Aktionen die sonnst Marcus machen muss ausgelöst werden, dabei gilt aber zu unterscheiden, dass Sicherungskästen oder andere Aktionen, bei denen etwas physisch gedrückt werden muss, nur der Jumper diese ausführen kann. Die Drohne dagegen kann alle anderen Aktionen machen, wie zum Beispiel das Hacken einer Person um den Zugangsschlüssel zu bekommen. Beide Fahrzeuge haben dabei einen begrenzten Radius indem sie eingesetzt werden können. Wird dieser verlassen kommt eine Warnmeldung und das Fahrzeug muss wieder neu eingesetzt werden. Außerdem können beide von Feinden entdeckt werden, wenn diese nicht abgelenkt werden.

Online Modus

Leider gibt es auch in Watch Dogs 2 einen Online Modus. Jeder der den ersten Teil der Watch Dogs Reihe gespielt hat, weiß vermutlich, dass dieser dort nie richtig Funktioniert hat. Dieser war überwiegen nicht erreichbar, weil Ubisoft vermutlich keine starken Server hatte. In Watch Dogs 2 sieht der Online Modus, was die Server betrifft, wesentlich besser aus. Im Gegensatz zum Vorgänger funktioniert dort die Verbindung immer.

Der Online Modus in Watch Dogs 2 ist nicht mit dem aus GTA zu vergleichen. Es gibt dort keine Öffentliche Lobbys sondern nur die Möglichkeit mit einem Freund Missionen im Coop zu spielen, wie wir es bereits aus früheren Spielen kennen. Dort können Missionen, die speziell für zwei Spieler festgelegt sind, gespielt werden. Außerdem gibt es sogenannte Hacking Missionen bei denen ein Spieler von dem Anderen Daten klauen muss. Der andere Spieler muss den Angreifenden dabei mittels des NetHacks ausfindig machen und töten.

Ist es denn besser als Watch Dogs?

Im Gegensatz zu dem ersten Teil der Watch Dogs Reihe, hatte ich bei Watch Dogs 2 keine Probleme mit dem Online-Modus. Auch die Möglichkeiten die er bietet finde ich gut und durchaus durchdacht. Leider stört aber das Hacking von Personen oft, da man mitten im Spielgeschehen gestört wird. So kam es bei mir oft vor, dass ich Grade einen Überfall auf eine Gang gemacht habe und mich währenddessen jemand gehackt hat. Dadurch wurde ich natürlich gestört und konnte meine „Mission“ nicht zu ende führen. Es gibt im Menü auch die Funktion das die Online-Dienste ganz abgeschaltet werden, aber ich möchte ab und zu an solch einer Mission teilnehmen, nur eben nicht wenn ich Grade mit einem Überfall oder ähnlichem beschäftigt bin. Der Coop Teil gefiel mir ganz gut, obwohl er nichts besonderes war und keine Unterschiede zu anderen Spielen aufwies. Außerdem konnte ich ihn nur mit fremden Spielern testen, da sich niemand, von meinem Freundeskreis, bereit erklärte das Spiel ebenfalls zu kaufen.

Die Kampagne wirkt am Anfang ziemlich abwechslungsreich, da man erst einmal die ganzen Möglichkeiten des Hackings entdecken kann. Nach und nach wiederholen sich die einzelnen Möglichkeiten sehr oft. Glücklicherweise werden in den Missionen nach und nach verschiedene Wege zu den einzelnen Schauplätzen benutzt, wodurch es bis zuletzt oft etwas Zeit benötigte, um den richtigen Weg zu finden. Dadurch wird die Story von Watch Dogs 2 nicht langweilig und auch die letzten Missionen vergingen wie im Flug. Wenn man diese Erfahrungen mit denen des ersten Teil dieser Reihe vergleicht, so kann man dahingehend eine Verbesserung wahrnehmen. Ich denke dabei vor allem an die letzte Mission aus dem Spiel in der, der Spieler ziemlich lange von KI-Polizei durch die Stadt gejagt wurde, um an verschiedene Punkte zu kommen.Dabei musste alle paar Minuten das Auto gewechselt werden, weil es anfing zu brennen.

Die „Follower“

Oft durfte ich mir von vielen Bekannten anhören, wieso ich denn so ein Hipster-Spiel spielen würde. Sie meinten es wäre eines, weil man dort Follower sammeln müsste. Für mich war dies nicht verständlich. Doch davon ab werden die „Follower“ in dem Spiel nur als eine Art Levelstand missbraucht. Am Anfang des Spiels wird noch vermittelt, dass man Follower bekommen müsste um Blume zu erledigen, doch im weiteren Verlauf spielt dies keine weitere Rolle mehr. Am Ende der Kampagne spielt man die letzte Mission, in der man Blume erledigt. Dafür spielt es aber weder eine Rolle wie viel Rechenleistung ich habe, noch wie viele Follower ich habe. Ich kann nämlich durch die Nebenmissionen später noch weitere Follower gewinnen.

Das Problem mit den Autos

Eine weitere Sache die mich störte war, dass die eigenen Autos, welche man sich über das Smartphone liefern lassen konnte, oft einfach verschwanden wenn man nur kurz in einem Laden war oder im HQ (Hauptquatier). Dadurch musste man sich entweder ein neues Bestellen, zu dem man dann hin rennen musste, oder der einfachere Weg war einfach ein X-beliebiges Auto von Straßenrand zu nehmen. Es lohnte sich dadurch nicht, sich für teures Geld beim Autohändler ein Auto zu kaufen, weil man es immer mühselig bestellen musste.

Systemanforderungen

Schon der erste Teil von Watch Dogs hat vor 2 Jahren einiges von den damaligen Rechnern abgefordert. In Watch Dogs 2 sieht das dagegen nicht so gravierend, denn wer nur in Full HD zocken möchte benötigt, laut dem Ubisoft-Blog, eine Nvidia GTX 780 oder AMD Rx 290. Aber um es überhaupt zu spielen und eventuell nicht die beste Performance zu haben benötigt man nur eine Nvidia GTX 660 oder AMD Radeon HD 7870. Dabei gilt nach meiner Erfahrung zu beachten, dass die Werte nur für Full HD gelten, da ich mit einer AMD Rx 480, welche deutlich über dem Empfohlenen liegt, Watch Dogs 2 nicht in 2k oder 4k in Ultra spielen konnte. Die Frames lagen dann meistens unter 60, was mir schon zu wenig ist. Die restlichen Werte sind meine Meinung nicht sonderlich spannend, da sie für jedes aktuelle Computerspiel ähnlich sind. Darunter fallen mindestens 6Gb Ram, empfohlene 8Gb und mindestens ein i5 der 2ten Generation oder AMD FX 6120. Auch die 50Gb Festplattenspeicher und der ca. 300 kbits Internet Verbindung wird vermutlich jeder haben.

Ich habe das spiel auf einem relativ starken System mit 16Gb Arbeitsspeicher, einem i7 6700k und wie bereits erwähnt einer AMD Rx 480 (8Gb) gespielt. Wenn man das Spiel aber nicht nur in Full HD spielen will, dann benötigt man eine Stärkere GPU um es weiterhin in Ultra zu spielen. Ich musste z.B. ab 2k auf Hoch stellen um noch ca. 60 Fps zu haben. Aber wer immer in 4k spielen will, der wird vermutlich sowieso schon eine 1080 oder ähnliches besitzen. Ich hatte mit dem Spiel keine Probleme oder Abstürze, die auf das Spiel zurückzuführen sind. Einmal ist es abgestürzt doch da war Windows 10 schuld.

Fazit zu Watch Dogs 2

Wenn du bis hierher gelesen hast, dann wirst du mit Sicherheit schon einen Bild von dem Spiel bekommen haben und vermutlich auch mitbekommen haben, dass ich nur das Problem mit dem Hacken und das die Autos immer verschwinden nichts zu bemängeln habe. Diese beiden Mängel sind aber nicht so gravierend, wenn man sich auf der anderen Seite ansieht wie stabil dieses Spiel läuft und wie wenig Bugs es gibt. Im großen und ganzen wurden meine persönlichen Erwartungen mit dem Spiel erfüllt und ich kann das Spiel jedem der Interesse am „Hacking“ hat empfehlen. Wer natürlich meint, dass es Hipster wäre, wenn man Follower sammelt und die Charaktere in dem Spiel auch Hipster seien, dann würde ich es natürlich nicht kaufen. Dies sind meiner Meinung nach aber nur Vorurteile gegenüber einem Spiel in dem weder die Follower noch die Kleidung eine entschiedene Rolle spielen.

Rechtschreibung wird noch überarbeitet!

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Maltech

Eigentlich kann ich gar nicht schreiben. Daher sind meine Beiträge auch so schlecht.